theaterfuereinjahr 2012

    Der Untergang der Titanic von Hans Magnus Enzensberger

     

    "Salzwassser in der Tennishalle! Ja, das ist ärgerlich, aber nasse Füße sind noch

    lange nicht das Ende der Welt." Der Glaube an die Geschichte, ihren Sinn und ihre

    Erkennbarkeit stützt den Atem der Dichter nicht mehr.

    Enzensberger jedoch faßt im Bild der "Titanic" und des Eisberges die Komödie

    unserer Apokalypse zusammen. Auf ein Bild ohne Perspektive antwortet ein

    Theaterstück ohne festen Stand- und Bezugspunkt. Eines, das von Abschnitt zu

    Abschnitt den Blickwinkel wechselt. "Der Mensch", lehrt Enzensberger, "dem das

    Wasser bis zum Halse steht, kann seinen Kopf immer noch zum Denken benutzen,

    und nicht nur zum Schreien." Rechte beim Suhrkamp Verlag 1978

    Plakatentwurf-1 / Plakatentwurf-2

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    Apocalypse, umbrisch etwa 1490

    Einer horcht

    Raubt, was man euch geraubt hat.

    Salzwasser in der Tennishalle!

    Es ist nicht wie ein Gemetzel ...

    Wir sinken lautlos

    Die Dichter lügen

    Planmäßig

    Erkenntnistheoretisches Modell

    Nur die Ruhe

     

     

     

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