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[GROSSES GLAS / GRüNE SCHACHTEL]
Das Bild von Marcel Duchamp »Die Braut von ihren Junggesellen nackt entblößt, sogar / Großes Glas« entstand zwischen 1915 und 1923 (für endgültig unvollendet erklärt), ausgestellt erstmals 1926 im Brooklyn Museum, New York. Es besteht aus einer zweiteiligen, senkrecht stehenden, bemalten Glasplatte und zeigt die Braut im oberen Teil als eine Art rätselhafte Maschine, die sich den Junggesellen entzieht.
Die Texte Marcel Duchamps sind der »Grünen Schachtel« entnommen, eine dadaistischen Zettelsammlung von vierundneunzig losen Notizen, und vielleicht auch eine Art Gebrauchsanweisung zum »Großen Glas«.
»Der Text entfaltete sich als Bewegung, ein Mechanismus, der ein Binnenverhältnis reguliert, das Bild und Schrift in ein Verhältnis zueinander setzt und auseinandersetzt, auf ihre Fraktur zurückkommt, sie erneuert, durch ein Außerhalb-der-Szene geführt wird, dessen Resonanz der Text zu wiederholen sucht. Rekapitulation, die wesentlich dadurch funktioniert, daß etwas nicht sich in Szene setzen läßt, Bild und Schrift es verfehlen, zu spät kommen.« [...] Astrid Nettling 1992
»Mit der Faximilierung der Boîte Verte und der Boîte-en-Valise wurde er zum autobiographischen Puppenspieler.« [...] Sandro Zannetti 2005
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DiE BRAUT von ihren Junggesellen nackt entblößt, sogar Marcel Duchamp
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»La mariée mise à nu par ses célibataires, méme«
Mit einem Essay André Bretons von 1936 begannen die Versuche, das hermetische Werk aufgrund der ebenso hermetischen Notate zu deuten. «Phâre de la Mariée» «Leuchtturm der Braut» Winterausgabe Minotaure, Paris 1935-1936
»Von jedem, der begehrt, läßt sich sagen, daß er kein reales Objekt , keine wirkliche Figur wahrnimmt, denn was er sieht, gehört nicht der Welt der Wirklichkeit, sondern dem unbestimmten Bereich der Faszination an.« [...] Maurice Blanchot
»Ce sont les regardeurs qui font le tableau.« Marcel Duchamp |
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