| theaterfuereinjahr STARTSEiTE + STüCK + iNSZENiERUNG + ENSEMBLE + SPiELORTE + PRESSE + SPONSOREN + iMPRESSUM + |
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| iNHALT + HiNTERGRUND + iNHALT Mit seiner Freundin Luise wandelt Joachim auf dem schmalen Grat zwischen Vision und Wahn. Was ihn von der Gesellschaft ausschließt, das hält die Liebenden zusammen: Antoniusfeuer, das Schwanken zwischen leidenschaftlichem Irrsinn und prophetischer Askese. Das Glück scheint erreichbar, bis das Paar getrennt wird.
HiNTERGRUND Das Stück geht zurück auf den authentischen Fall des Joachim Schwahr, der 1949 wegen Spionagevorwürfen vom russischen Militärtribunal zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt wurde. Nach seiner Entlassung flüchtete er nach West-Berlin und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen. Seine Kräfte waren jedoch durch die Gefangenschaft sehr begrenzt, seine Gesundheit stark angegriffen, so beantragte er, in Bezugnahme auf das Gesetz für ehemalige politische Gefangene, eine finanzielle Beihilfe. Als ihm die Voraussetzungen für eine Haftentschädigung abgesprochen wurden, reifte bei Joachim Schwahr der Gedanke an Rache. Da er davon überzeugt war, während der Haft mit chemischen Substanzen manipuliert worden zu sein, beschloß er nun, diese Methode ebenfalls anzuwenden und vergiftete einige Menschen mit Mutterkorn. Diese Vergiftung ruft Symptome hervor, die im Mittelalter als Antoniusfeuer bezeichnet wurden, da der Antoniusorden sich der Pflege dieser Kranken verschrieben hatte.
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